In den letzten Jahren hat die Entwicklung neuer gelenkerhaltender Behandlungsverfahren neben den bewährten Korrektureingriffen durch Achsenumstellung, einen Aufschwung erfahren. Nichtoperative Verfahren, wie das Einspritzen sog. "Gelenkschmiere", der "Flüssigen Gelenkprothese" (Hyaloronsäure). Hierdurch gelingt eine Verbesserung des sog. Gelenkmilieus, welches durch die Zusammensetzung der natürlicherweise vorhandenen Gelenkschmiere bestimmt wird. Wenn ein Gelenk Verschleiss zeigt, also seine Knorpeloberfläche defekt ist, wird dies im fortgeschrittenen Stadium als „Arthrose“ bezeichnet. Künstlich hergestellte Gelenkschmiere kann dann die reduzierte Gleitfähigkeit des Gelenkes und den häufig vorhandenen Gelenkschmerz deutlich lindern. 1-5 Injektionen in wöchentlichem Abstand können zu einer mehrjährigen Verbesserung der Mobilität beitragen. Die Behandlung kann in der Regel problemlos wiederholt werden. Für hochbelastete Gelenke versuchen wir ein individuelles Behandlungskonzept für den Patienten zu entwickeln.
Es haben sich auch neue operative Verfahren wie Transfer von Knorpel auf Defekte oder laborgestützte Anzüchtung von Knorpelzellen zur Deckung von Defekten für manche Patienten als segensreiche Möglichkeit erwiesen. An der Erneuerung von großflächigen Knorpelschäden wird derzeit gearbeitet. Die neue Forschung auf den Gebieten der Gentechnik und Stammzellforschung lässt hier aber Möglichkeiten erahnen.